Blower-Door-Test: Was er über Ihre Fenster verrät
Der Blower-Door-Test misst die Luftdichtigkeit eines Gebäudes und spürt Leckagestellen auf. Wie der Test abläuft, was er kostet und was das Ergebnis für Ihre Fenster bedeutet.
Blower-Door-Test: Was er über Ihre Fenster verrät
Der Blower-Door-Test ist das wichtigste Werkzeug zur Messung der Luftdichtigkeit von Gebäuden. Er zeigt nicht nur, wie dicht ein Gebäude insgesamt ist, sondern lässt sich auch dazu nutzen, konkrete Leckagestellen zu lokalisieren – darunter undichte Fensteranschlüsse, defekte Dichtungsprofile und schlecht abgedichtete Rollladenkästen. Wer nach einer Fenstersanierung wissen möchte, ob die Arbeit korrekt ausgeführt wurde, sollte einen Blower-Door-Test in Auftrag geben.
Wie der Test abläuft
Der Blower-Door-Test ist standardisiert nach DIN EN ISO 9972. Ein Messgebläse wird in eine Außentüröffnung eingebaut – daher der Name (englisch: „blower door"). Das Gebläse erzeugt einen definierten Druckunterschied zwischen innen und außen, üblicherweise 50 Pascal Unterdruck.
Unter diesem Unterdruck wird von außen Luft durch alle vorhandenen Undichtigkeiten ins Gebäude gesaugt. Gleichzeitig misst ein Volumenstromsensor, wie viel Luft das Gebläse pro Stunde fördern muss, um den Druckunterschied aufrechtzuerhalten. Je mehr Luft gefördert werden muss, desto undichter ist das Gebäude.
Aus dem Messergebnis wird der n50-Wert berechnet: der gemessene Luftvolumenstrom in m³/h bei 50 Pa dividiert durch das Raumluftvolumen des Gebäudes in m³.
Der Test selbst dauert in einem Einfamilienhaus in der Regel 2 bis 4 Stunden, inklusive Vor- und Nachbereitung sowie der Leckagesuche.
Leckagesuche mit Rauch und Hand
Die eigentlich wertvolle Phase des Blower-Door-Tests ist nicht die Messung des n50-Werts, sondern die anschließende Leckagesuche. Während das Gebläse läuft und der Druckunterschied besteht, suchen die Prüfer systematisch nach den Einströmstellen:
In der Praxis werden meist mehrere Methoden kombiniert. Die Thermokamera ist besonders effizient, weil sie größere Flächen schnell erfasst.
Häufige Schwachstellen an Fenstern
Der Blower-Door-Test deckt bei Fenstern regelmäßig folgende Schwachstellen auf:
Auswertung: Was das Ergebnis bedeutet
Nach dem Test erhält der Auftraggeber einen Messbericht mit dem n50-Wert und – je nach Testumfang – einer Auflistung der gefundenen Leckagestellen.
Grenzwerte laut GEG:
Wird der Grenzwert nicht eingehalten, müssen Maßnahmen ergriffen werden. Wird der Wert nach Sanierungsmaßnahmen geprüft (zum Beispiel nach Fenstertausch), muss er die Anforderungen erfüllen, damit Fördermittel ausgezahlt werden.
Was nach dem Test zu tun ist
Der Blower-Door-Test liefert eine Prioritätenliste der Leckagestellen. Die wirtschaftlichste Vorgehensweise ist, die größten Leckagen zuerst zu schließen, da sie den größten Effekt auf den n50-Wert haben:
Manche dieser Maßnahmen lassen sich selbst durchführen, andere erfordern einen Fachbetrieb. Ein guter Fenster-Fachbetrieb kennt die Anforderungen und führt neue Fenster nach RAL-Montagerichtlinie ein – das schließt die Luftdichtigkeitsebene innen als festen Bestandteil der Montage ein.
Kosten des Blower-Door-Tests
Ein Blower-Door-Test mit Leckagesuche kostet für ein Einfamilienhaus in der Regel 300 bis 700 Euro, je nach Gebäudegröße und Anbieter. Für Neubauten, die Fördermittel beanspruchen, ist der Test häufig Pflicht und damit ohnehin geplant. Bei Sanierungsmaßnahmen lohnt er sich immer dann, wenn ein größerer Fenstertausch oder eine Luftdichtigkeitssanierung durchgeführt wurde und überprüft werden soll.
Häufige Fragen
Wie verbessert Blower-Door-Test: Was er über die Energieeffizienz meines Hauses?
Der Blower-Door-Test ist das wichtigste Werkzeug zur Messung der Luftdichtigkeit von Gebäuden.
Welchen U-Wert sollte ich bei Blower-Door-Test: Was er über anstreben?
Der Blower-Door-Test ist das wichtigste Werkzeug zur Messung der Luftdichtigkeit von Gebäuden.
Wie viel Energie kann ich durch Blower-Door-Test: Was er über sparen?
Der Blower-Door-Test ist das wichtigste Werkzeug zur Messung der Luftdichtigkeit von Gebäuden.
Welche Anforderungen stellt das GEG an Blower-Door-Test: Was er über?
Grenzwerte laut GEG: Gebäude mit Lüftungsanlage: n50 ≤ 1,5 h⁻¹ Gebäude ohne Lüftungsanlage: n50 ≤ 3,0 h⁻¹ Wird der Grenzwert nicht eingehalten, müssen Maßnahmen ergriffen werden.
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