Fenster und Schadstoffe: Was Allergiker und Sensible wissen sollten
Allergiker und chemisch sensible Menschen fragen sich, ob Fensterrahmen Schadstoffe abgeben. Die beruhigende Antwort – mit wichtigen Nuancen.
Fenstermaterialien und Innenraumluft
Für Allergiker, Asthmatiker und chemisch sensible Menschen ist die Innenraumluftqualität ein wichtiges Thema. Fensterrahmen sind dauerhaft im Wohnraum vorhanden – die Frage ist berechtigt, ob sie Schadstoffe abgeben und welche Materialien am unbedenklichsten sind.
Die Antwort ist für die meisten heutigen Fenstermaterialien erfreulich klar: Moderne Fensterrahmen sind aus Gesundheitsperspektive gut reguliert und bei bestimmungsgemäßem Einsatz unbedenklich. Allerdings gibt es Nuancen, die zu kennen sinnvoll ist.
PVC-Fensterrahmen: Die häufig diskutierte Frage
Frühere Probleme: Blei und Weichmacher
Die Diskussion um PVC-Fenster stammt teils aus einer Zeit, als die Rezepturen tatsächlich problematisch waren. Bis in die 2000er Jahre wurden PVC-Profile mit bleihaltigen Stabilisatoren gefertigt. Blei-Stabilisatoren verlangsamen die Wärmeausdehnung beim Verarbeiten, sind aber gesundheitlich bedenklich.
Heute: Ca/Zn-Stabilisatoren ohne Blei
Seit der vollständigen EU-weiten Umstellung auf bleifreie Ca/Zn-Stabilisatoren (Calcium-Zink) bis spätestens 2015 sind moderne PVC-Fensterprofile deutlich unbedenklicher. Die Änderung war nicht freiwillig – EU-Verordnungen schreiben die bleifreie Formulierung vor.
Aktuell eingesetzte PVC-Hartprofile für Fensterrahmen:
Der Rahmen selbst ist damit nach aktuellem Wissensstand für Allergiker und Sensible kein Risikofaktor.
Dichtungen aus Weich-PVC oder EPDM
Die Fensterdichtungen sind eine andere Sache. Fensterprofile verwenden Dichtungsgummis, die teils aus Weich-PVC (mit Weichmachern) oder aus EPDM (ohne Weichmacher) bestehen.
EPDM-Dichtungen sind der empfohlene Standard – sie enthalten keine Phthalate und sind chemisch sehr stabil. Wer auf Dichtungsmaterialien sensibel reagiert, sollte beim Kauf nach EPDM-Dichtungen fragen.
Holzfenster: VOC-Emissionen nach dem Einbau
Holzfenster werden mit Lasuren, Lacken oder Deckfarben behandelt. Alle frischen Anstriche enthalten flüchtige organische Verbindungen (VOC – Volatile Organic Compounds), die direkt nach dem Auftrag ausgasen.
Bei werkseitig fertig lackierten Holzfenstern (was der Standard ist) hat dieser Ausgasungsprozess in der Halle bereits weitgehend stattgefunden. Dennoch:
Wer auf frische Lacke besonders empfindlich reagiert, sollte nach Fenstern mit wasserbasierenden Lacken und niedrigem VOC-Gehalt fragen. Das ökologische Bauzeichen Blauer Engel (RAL-UZ 38) zertifiziert Holzfenster mit besonders niedrigen Emissionswerten.
Aluminiumfenster: Die schadstoffarme Option
Aluminiumfenster sind aus Sicht der Innenraum-Schadstoffabgabe sehr unproblematisch. Das Metall selbst gibt keine Substanzen ab, und die Pulverbeschichtung ist nach dem Einbrennen ausgehärtet und inert.
Von Aluminiumfenstern gehen in der Nutzung keine nachweisbaren Schadstoffemissionen in die Innenraumluft aus. Für chemisch sensible Menschen, die auf PVC skeptisch sind, können Aluminiumfenster deshalb eine bevorzugte Alternative sein.
Unbedenkliche Materialien und Siegel
Für sensible Käufer gibt es mehrere Orientierungshilfen:
Bei PVC-Profilen ist die Einhaltung der REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung chemischer Stoffe) gesetzlich vorgeschrieben. REACH schließt gefährliche Substanzen in Bauprodukten aus.
Was testen lassen?
Wer besondere Bedenken hat – etwa weil ein Familienmitglied an Multiple Chemische Sensitivität (MCS) leidet – kann folgende Schritte unternehmen:
Fazit: Heutige Fenster sind für die allermeisten Menschen unbedenklich
Moderne Fensterrahmen aller gängigen Materialien sind bei bestimmungsgemäßer Nutzung gesundheitlich unbedenklich. Die alten Probleme mit Blei-Stabilisatoren und Weichmachern in Hartprofilen gehören der Vergangenheit an. Hochsensible Personen finden mit Holzfenstern mit Blauem Engel oder Aluminiumfenstern die sicherste Wahl.
Häufige Fragen
Welches Material ist für Fenster Schadstoffe: Was Allergiker am besten geeignet?
Hochsensible Personen finden mit Holzfenstern mit Blauem Engel oder Aluminiumfenstern die sicherste Wahl. Fensterrahmen sind dauerhaft im Wohnraum vorhanden – die Frage ist berechtigt, ob sie Schadstoffe abgeben und welche Materialien am unbedenklichsten sind.
Wie langlebig ist Fenster Schadstoffe: Was Allergiker?
EPDM-Dichtungen sind der empfohlene Standard – sie enthalten keine Phthalate und sind chemisch sehr stabil. Alle frischen Anstriche enthalten flüchtige organische Verbindungen (VOC – Volatile Organic Compounds), die direkt nach dem Auftrag ausgasen.
Welche Vor- und Nachteile hat Fenster Schadstoffe: Was Allergiker?
Fensterrahmen sind dauerhaft im Wohnraum vorhanden – die Frage ist berechtigt, ob sie Schadstoffe abgeben und welche Materialien am unbedenklichsten sind. Die Änderung war nicht freiwillig – EU-Verordnungen schreiben die bleifreie Formulierung vor.
Wie pflege ich Fenster Schadstoffe: Was Allergiker richtig?
Für Allergiker, Asthmatiker und chemisch sensible Menschen ist die Innenraumluftqualität ein wichtiges Thema.
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