Der g-Wert bei Fenstern: Sonneneintrag verstehen und planen
Der g-Wert bestimmt, wie viel Sonnenenergie durch ein Fenster gelangt. Was typische Werte bedeuten und wie der g-Wert zur Energiebilanz beiträgt.
Was ist der g-Wert?
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist neben dem U-Wert der zweite wichtige Kennwert einer Fensterverglasung. Er gibt an, welcher Anteil der auf das Fenster auftreffenden Sonnenenergie in den Raum gelangt. Der g-Wert ist eine dimensionslose Zahl zwischen 0 und 1:
Der g-Wert wird nach EN 410 gemessen und ist ein genormter Wert, der auf Produktdatenblättern angegeben sein muss.
Wie setzt sich der g-Wert zusammen?
Der g-Wert besteht aus zwei Anteilen:
g = τe + qi
Bei einfachem Glas: τe ≈ 0,82, qi ≈ 0,06, g ≈ 0,88
Bei Dreifachverglasung mit Low-E: τe ≈ 0,48, qi ≈ 0,05, g ≈ 0,53
Typische g-Werte verschiedener Verglasungsarten
Einfachglas
Zweifachverglasung ohne Beschichtung (alt)
Zweifachverglasung modern (Low-E + Argon)
Dreifachverglasung Standard
Dreifachverglasung solar optimiert
Sonnenschutzverglasung leicht
Sonnenschutzverglasung stark
Der g-Wert in der Energiebilanz: Winter und Sommer
Der g-Wert hat je nach Jahreszeit gegensätzliche Auswirkungen:
Winter: Hoher g-Wert erwünscht
Im Winter (Oktober bis März) liefert Sonneneinstrahlung durch Fensterglas wertvolle kostenlose Heizwärme. Diese solaren Gewinne reduzieren den Heizbedarf:
Solare Gewinne (Winter) = g × Fensterfläche × Globalstrahlung × Nutzungsgrad
Beispiel Südfenster (1,5 m², g = 0,55, Frankfurt am Main, Heizperiode):
Das entspricht ca. 28 Litern Heizöl oder 34 m³ Erdgas pro Fenster und Winter – nur durch die Sonne.
Sommer: Niedriger g-Wert erwünscht
Im Sommer erzeugen hohe g-Werte Überhitzungsprobleme. Südfenster sind durch den hohen Sonnenstand im Sommer weniger kritisch – aber West-, Ost- und Dachfenster können bei hohen g-Werten zu erheblichen Überhitzungsproblemen führen.
Beispiel Westfenster (2 m², g = 0,55, Sommer):
Uw und g-Wert: Der Zielkonflikt
Ein fundamentales Problem der Fensterfenster besteht darin, dass Wärmeschutz (niedriger Uw) und solare Gewinne (hoher g-Wert) oft im Widerspruch stehen:
Die Lösung: Ausrichtungsabhängige Verglasung wählen:
g-Wert und Lichtdurchlässigkeit (τv)
Der g-Wert ist nicht dasselbe wie die Lichtdurchlässigkeit (τv). Lichtdurchlässigkeit bezieht sich nur auf den sichtbaren Wellenlängenbereich, der g-Wert umfasst das gesamte Solarspektrum (sichtbar + infrarot + UV).
Moderne Sonnenschutzverglasung kann also 30 % der Gesamtenergie durchlassen, während noch 55–70 % des sichtbaren Lichts passieren. Das Verhältnis g/τv wird als Selektivität bezeichnet – je höher, desto besser lässt sich Licht von Wärme trennen.
Praktische Empfehlungen
Fazit
Der g-Wert ist ein Werkzeug – richtig eingesetzt sorgt er für passive Solargewinne im Winter und schützt im Sommer. Falsch eingesetzt führt er zu teuren Überhitzungsproblemen. Die Wahl des richtigen g-Werts ist daher eine Planungsaufgabe, die von der Ausrichtung, dem Klimastandort und dem Nutzungskonzept des Gebäudes abhängt.
Häufige Fragen
Wie verbessert g-Wert Fenstern: Sonneneintrag verstehen die Energieeffizienz meines Hauses?
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist neben dem U-Wert der zweite wichtige Kennwert einer Fensterverglasung. Er gibt an, welcher Anteil der auf das Fenster auftreffenden Sonnenenergie in den Raum gelangt.
Welchen U-Wert sollte ich bei g-Wert Fenstern: Sonneneintrag verstehen anstreben?
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist neben dem U-Wert der zweite wichtige Kennwert einer Fensterverglasung.
Wie viel Energie kann ich durch g-Wert Fenstern: Sonneneintrag verstehen sparen?
Diese solaren Gewinne reduzieren den Heizbedarf: Solare Gewinne (Winter) = g × Fensterfläche × Globalstrahlung × Nutzungsgrad Beispiel Südfenster (1,5 m², g = 0,55, Frankfurt am Main, Heizperiode): Winterstrahlung Südfassade: ca.
Welche Anforderungen stellt das GEG an g-Wert Fenstern: Sonneneintrag verstehen?
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist neben dem U-Wert der zweite wichtige Kennwert einer Fensterverglasung.
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