Förderung für Schallschutzfenster: Welche Programme gibt es?
Schallschutzfenster können durch verschiedene Programme gefördert werden – von Flughäfen über die Bahn bis zu KfW und BAFA. Hier ist der Überblick.
Schallschutz kann gefördert werden – wenn man weiß, wo man sucht
Schallschutzfenster sind keine Luxus-Investition, sondern eine Gesundheitsmaßnahme. Entsprechend gibt es verschiedene Förderprogramme auf unterschiedlichen Ebenen – kommunal, durch Verkehrsträger, auf Bundesebene und über Banken. Wer die richtige Kombination trifft, kann einen erheblichen Teil der Kosten erstattet bekommen.
Dieser Überblick erklärt die wichtigsten Programme und ihre Anforderungen.
Kommunale Schallschutzprogramme
Einige Städte und Gemeinden haben eigene Schallschutzprogramme eingerichtet, meist in Verbindung mit Lärmaktionsplänen nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Diese Programme richten sich an Eigentümer von Wohngebäuden in besonders lärmbelasteten Gebieten.
Typische Fördervoraussetzungen kommunaler Programme:
Förderhöhen variieren stark: Zwischen 10 und 50 % der Kosten, teils bis zu einem Maximalbetrag von 3.000 bis 10.000 Euro je Gebäude. Nicht alle Kommunen haben solche Programme; Auskunft gibt die Gemeindeverwaltung oder das Stadtplanungsamt.
Flughafengesellschaft-Programme: Umfangreichste Förderung
Die weitreichendsten Schallschutzförderprogramme für Fenster betreiben die großen deutschen Flughafengesellschaften. Gesetzliche Grundlage ist das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm (FluglärmG).
Die Fraport AG (Frankfurt) zum Beispiel bietet in definierten Schutzzonen:
Ähnliche Programme gibt es bei:
Wichtig: Die Schutzzonen werden periodisch neu festgelegt. Ob ein Gebäude förderberechtigt ist, klärt die jeweilige Flughafengesellschaft auf Anfrage. Tauschen Sie Fenster nicht auf eigene Kosten, bevor Sie diese Möglichkeit geprüft haben.
Förderung durch Deutsche Bahn: Lärmsanierungsprogramm
Die DB AG führt im Auftrag des Bundes ein Lärmsanierungsprogramm an bestehenden Schienenwegen durch. Gebäude in bestimmten Lärmsanierungs-Streckenabschnitten erhalten passive Schallschutzmaßnahmen auf Bundeskosten.
Voraussetzungen:
Geförderte Maßnahmen: Schallschutzfenster, Rollläden mit Schallschutz, Lüftungsanlagen. Die Kosten werden vollständig vom Bund übernommen, koordiniert über die DB AG.
BAFA-Förderung: Wenn Schallschutz und Energieeffizienz zusammentreffen
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) energetische Sanierungsmaßnahmen. Schallschutzfenster als solche sind nicht förderfähig – aber energetisch verbessernde Fenster schon.
Wenn das neue Schallschutzfenster gleichzeitig eine deutlich bessere Wärmedämmung bietet (Uw ≤ 0,95 W/m²K für Einzelmaßnahme), kann der Fenstertausch über BAFA gefördert werden. In diesem Fall:
Dies ist die häufigste Kombination: Ein Fenster, das sowohl Schallschutz als auch Wärmeschutz bietet, ist in beiden Bereichen förderfähig – die Schallschutz-Komponente über Flughafen/Bahn/Kommune, die Energieeffizienz-Komponente über BAFA.
KfW-Programme für Fenster
Die KfW Bankengruppe fördert über das Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude" Einzelmaßnahmen und Komplettsanierungen. Fenster sind als Einzelmaßnahme förderbar, wenn sie definierte Mindest-U-Werte erreichen.
Aktuelle Mindestanforderung: Uw ≤ 0,95 W/m²K
Förderhöhe: Bis zu 20 % Investitionszuschuss oder günstiger KfW-Kredit
Für Schallschutzfenster gelten dieselben technischen Anforderungen wie für normale Energiesparzfenster. Viele Schallschutzfenster der Klassen SSK 3 und SSK 4 erfüllen diese Anforderungen bereits, da Dreifachverglasung mit gutem U-Wert und Schallschutz gut kombinierbar ist.
Sonderfall: Bundesverkehrswegeplan und Lärmvorsorge
Bei Neuplanung oder Ausbau von Bundesfernstraßen und Bundesschienenwegen schreibt der Bundesverkehrswegeplan Lärmvorsorge vor. In diesen Fällen finanziert der Bund aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen direkt im Rahmen der Planung. Betroffene Anlieger werden durch die zuständigen Behörden informiert.
Für bestehende Projekte ist der Kontakt mit der zuständigen Straßenbaubehörde (Autobahn GmbH des Bundes) oder dem Eisenbahn-Bundesamt der richtige erste Schritt.
Checkliste: Wie vorgehen?
Fazit
Für Schallschutzfenster gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen – von der Flughafengesellschaft über die Bahn bis zu BAFA und KfW. Wer die Programme kennt und Anträge rechtzeitig stellt, kann die Investition deutlich senken. Wichtig: Stellen Sie Anträge immer vor der Auftragsvergabe.
Häufige Fragen
Wie effektiv ist Förderung Schallschutzfenster: Welche Programme gegen Straßenlärm?
Einige Städte und Gemeinden haben eigene Schallschutzprogramme eingerichtet, meist in Verbindung mit Lärmaktionsplänen nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Die DB AG führt im Auftrag des Bundes ein Lärmsanierungsprogramm an bestehenden Schienenwegen durch.
Welche Schallschutzklasse bietet Förderung Schallschutzfenster: Welche Programme?
Entsprechend gibt es verschiedene Förderprogramme auf unterschiedlichen Ebenen – kommunal, durch Verkehrsträger, auf Bundesebene und über Banken.
Was kostet Förderung Schallschutzfenster: Welche Programme mit gutem Schallschutz?
LDEN > 65 dB) Eigennutzung des Gebäudes Einbau durch qualifizierten Fachbetrieb Förderhöhen variieren stark: Zwischen 10 und 50 % der Kosten, teils bis zu einem Maximalbetrag von 3.000 bis 10.000 Euro je Gebäude.
Ab welchem Lärmpegel lohnt sich Förderung Schallschutzfenster: Welche Programme?
Einige Städte und Gemeinden haben eigene Schallschutzprogramme eingerichtet, meist in Verbindung mit Lärmaktionsplänen nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie.
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