KfW-Kredit 261: Fenster als Teil der Gesamtsanierung
Der KfW-Kredit 261 finanziert die Gesamtsanierung zum Effizienzhaus mit günstigem Kredit und Tilgungszuschuss bis 20 %. Wann lohnt sich der Weg über KfW statt BAFA?
KfW-Kredit 261: Was steckt dahinter?
Der KfW-Kredit 261 – offiziell „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude Kredit" – ist das Pendant zur BAFA-Einzelmaßnahmenförderung, wenn es um die Gesamtsanierung eines Gebäudes geht. Statt einzelner Bauteile wird hier das gesamte Gebäude auf einen anerkannten Effizienzhaus-Standard gebracht. Neue Fenster sind dabei in der Regel ein wichtiger Bestandteil des Sanierungspakets, aber eben nur ein Teil des Gesamtkonzepts.
Im Unterschied zur BAFA BEG EM handelt es sich beim KfW 261 um einen zinsgünstigen Kredit, der über die Hausbank beantragt wird und mit einem Tilgungszuschuss verbunden ist. Je besser der erreichte Effizienzhaus-Standard, desto höher der Tilgungszuschuss – ein Teil des Kredits wird also erlassen und muss nicht zurückgezahlt werden.
Die Effizienzhaus-Stufen und ihre Anforderungen
Der KfW-Kredit 261 ist an die Erreichung eines bestimmten Effizienzhaus-Standards geknüpft. Folgende Stufen sind förderfähig:
Die Zahl gibt an, wie viel Prozent des Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes (nach GEG) das sanierte Haus verbrauchen darf. Ein EH 55 verbraucht also maximal 55 Prozent des Referenzgebäudes. Je niedriger die Zahl, desto strenger die Anforderungen – und desto höher der Tilgungszuschuss.
Fenster spielen bei der Erreichung des Effizienzhaus-Standards eine zentrale Rolle. Da Fensterflächen traditionell die schwächsten Stellen der Gebäudehülle sind, ist eine Verbesserung des Uw-Werts auf 0,95 W/(m²K) oder besser fast immer notwendig, um tiefere Effizienzhaus-Stufen zu erreichen.
Der Tilgungszuschuss: Wie viel wird erlassen?
Der Tilgungszuschuss ist der eigentliche finanzielle Anreiz beim KfW 261. Je nach erreichter Effizienzhaus-Stufe und weiteren Boni wird ein bestimmter Prozentsatz des Kreditbetrags erlassen:
Zusätzlich zum Basis-Tilgungszuschuss gibt es den EE-Bonus (Erneuerbare Energien) von 5 Prozentpunkten, wenn das Gebäude nach der Sanierung mindestens 65 Prozent seines Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien deckt – zum Beispiel durch eine Wärmepumpe oder Solarthermie. Damit können insgesamt bis zu 25 Prozent des Kreditbetrags als Tilgungszuschuss gewährt werden.
Der maximale Kreditbetrag liegt bei 150.000 Euro pro Wohneinheit für die Stufe EH 40 und 120.000 Euro für EH 55 und darüber. Daraus errechnen sich maximale Tilgungszuschüsse von 30.000 bzw. 18.000 Euro pro Wohneinheit.
Warum ist ein Energieeffizienz-Experte Pflicht?
Bei der KfW BEG WG (Wohngebäude Kredit) ist die Einbindung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) verpflichtend – das ist einer der wesentlichen Unterschiede zur BAFA BEG EM. Der Experte übernimmt mehrere wichtige Aufgaben:
Ohne diese Bestätigungen des Energieeffizienz-Experten wird kein KfW-Kredit ausgezahlt und kein Tilgungszuschuss gewährt. Die Kosten für den Experten (typischerweise 1.500 bis 3.000 Euro) sind selbst förderfähig – sie können als Teil der Gesamtmaßnahme in die Kreditfinanzierung einbezogen werden.
Wie wird der KfW-Kredit 261 beantragt?
Der Antragsprozess unterscheidet sich wesentlich von der BAFA-Förderung. Der Kredit wird nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern über eine Hausbank oder ein Kreditinstitut nach Wahl. Die Hausbank reicht den Antrag dann bei der KfW ein.
Die wichtigste Grundregel gilt aber auch hier: Der Antrag muss vor der Beauftragung von Handwerkern gestellt und genehmigt worden sein. Der Ablauf:
Fenster im Effizienzhaus-Konzept: Was konkret gefordert wird
Im Rahmen eines KfW-261-Projekts werden Fenster nicht isoliert bewertet, sondern als Teil der Gebäudehülle in die Gesamtberechnung einbezogen. Der Energieeffizienz-Experte berechnet, welcher Uw-Wert erforderlich ist, um den angestrebten Effizienzhaus-Standard zu erreichen.
Typische Anforderungen:
Bei sehr ehrgeizigen Sanierungszielen (EH 40) können sogar Passivhausfenster mit Uw ≤ 0,7 W/(m²K) sinnvoll sein. Der genaue Bedarf hängt immer von der Gesamtkonstruktion des Gebäudes ab.
KfW 261 oder BAFA BEG EM – was ist besser?
Für reine Einzelmaßnahmen (nur Fenster tauschen) ist die BAFA BEG EM in der Regel der einfachere und schnellere Weg. Der KfW 261 lohnt sich, wenn:
Für einzelne Fensterprojekte ohne weitere Sanierungsmaßnahmen ist der bürokratische Aufwand beim KfW 261 (Energieeffizienz-Experte, Bankantrag, BzA/BnD) im Verhältnis zum Vorteil oft zu hoch.
Fazit
Der KfW-Kredit 261 ist das leistungsstärkste Förderinstrument für umfassende Gebäudesanierungen. Fenster sind dabei ein wichtiger Baustein, aber nur einer von vielen. Wer eine ganzheitliche Sanierung plant und einen anerkannten Effizienzhaus-Standard anstrebt, kann mit Tilgungszuschüssen von bis zu 25 Prozent erheblich sparen. Der Pflichtexperte ist dabei kein Hindernis, sondern ein wertvoller Partner für die Planung.
Häufige Fragen
Welche Förderung gibt es für KfW-Kredit 261: Fenster als?
Der KfW-Kredit 261 – offiziell „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude Kredit" – ist das Pendant zur BAFA-Einzelmaßnahmenförderung, wenn es um die Gesamtsanierung eines Gebäudes geht.
Wie beantrage ich eine Förderung für KfW-Kredit 261: Fenster als?
Im Unterschied zur BAFA BEG EM handelt es sich beim KfW 261 um einen zinsgünstigen Kredit, der über die Hausbank beantragt wird und mit einem Tilgungszuschuss verbunden ist.
Wie viel Förderung kann ich für KfW-Kredit 261: Fenster als bekommen?
Damit können insgesamt bis zu 25 Prozent des Kreditbetrags als Tilgungszuschuss gewährt werden. Wer eine ganzheitliche Sanierung plant und einen anerkannten Effizienzhaus-Standard anstrebt, kann mit Tilgungszuschüssen von bis zu 25 Prozent erheblich sparen.
Kann ich mehrere Förderprogramme für KfW-Kredit 261: Fenster als kombinieren?
Der KfW-Kredit 261 – offiziell „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude Kredit" – ist das Pendant zur BAFA-Einzelmaßnahmenförderung, wenn es um die Gesamtsanierung eines Gebäudes geht.
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