SicherheitLesedauer: 7 Min.Januar 2026

Einbruchstatistik Deutschland: Was die Zahlen zeigen

BKA-Zahlen zeigen: Einbrüche nehmen ab, aber Fenster bleiben der häufigste Einstiegsweg. Wir ordnen die PKS-Daten ein und zeigen, was wirklich schützt.

Einbruchstatistik Deutschland: Daten und Hintergründe

Wer Entscheidungen über Einbruchschutz treffen möchte, braucht eine realistische Einschätzung des Risikos. Die amtliche Grundlage dafür ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die das Bundeskriminalamt (BKA) jährlich veröffentlicht. Dieser Artikel ordnet die Zahlen ein, erklärt langfristige Trends und zeigt, was die Statistik für die persönliche Sicherheitsstrategie bedeutet.

Aktuelle Einbruchszahlen

Nach dem Höchststand von über 167.000 registrierten Wohnungseinbruchdiebstählen im Jahr 2015 ist die Zahl der Einbrüche in Deutschland deutlich zurückgegangen. Für das Jahr 2024 (PKS 2024) liegen die Zahlen bei rund 70.000–80.000 registrierten Fällen – eine Halbierung gegenüber dem Höchststand. Dieser Rückgang ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

  • Verstärkte Polizeipräsenz und verbesserte Ermittlungsmethoden
  • Erhöhte gesellschaftliche Aufmerksamkeit durch Medien und Kampagnen (z.B. „Riegel vor!" der Polizei)
  • Zunehmende Verbreitung einbruchhemmender Fenster und Türen
  • Veränderte Täterstrukturen durch verstärkte Strafverfolgung reisender Tätergruppen
  • Trotz des Rückgangs bleibt Wohnungseinbruch ein erhebliches Problem: Im Schnitt ereignen sich in Deutschland mehr als 190 Einbrüche pro Tag.

    Tageseinbrüche: Ein wachsender Trend

    Ein besonders beunruhigender Trend in der Einbruchstatistik ist die Zunahme sogenannter Tageseinbrüche. Während Einbrüche früher überwiegend nachts stattfanden, verlagert sich das Muster zunehmend in die Tagstunden – besonders nachmittags zwischen 14 und 19 Uhr, wenn Berufstätige noch nicht zuhause sind.

    Warum ist das relevant? Weil es das Sicherheitsgefühl verändert: Einbrüche passieren nicht nur nachts bei leerem Haus, sondern auch zu Zeiten, zu denen die Nachbarschaft aktiv ist. Das zeigt, dass viele Täter professionell und gezielt vorgehen und dabei darauf setzen, schnell zu sein.

    Für den Einbruchschutz hat das eine direkte Konsequenz: Mechanischer Schutz durch RC2-Fenster ist besonders wertvoll, weil er die Zeit verlängert, die ein Einbrecher braucht – und damit das Risiko erhöht, entdeckt zu werden.

    Regionale Unterschiede: Hochburgen des Einbruchs

    Einbrüche verteilen sich nicht gleichmäßig über Deutschland. Statistisch besonders belastete Regionen sind:

  • Nordrhein-Westfalen: Traditionell die einbruchsintensivste Region mit großen Städten und Ballungsräumen
  • Hamburg und Berlin: Hohe absolute Fallzahlen durch Bevölkerungsdichte
  • Grenznähe: Gebiete nahe niederländischer, belgischer und tschechischer Grenze zeigen saisonal erhöhte Zahlen (Zusammenhang mit reisenden Tätergruppen)
  • Ruhrgebiet und Rheinland: Besonders dicht besiedelte, soziostrukturell gemischte Lagen
  • Ländliche Regionen und Kleinstädte haben deutlich niedrigere Einbruchsraten – aber auch dort sind RC2-Fenster eine sinnvolle Investition, da Einbrüche mit niedrigerer Häufigkeit nicht gleich null sind.

    Einstiegswege: Fenster dominieren

    Die Einbruchstatistik zeigt konsistent, dass Fenster und Fenstertüren die häufigsten Einstiegswege sind:

  • Fenster (ohne Terrassentüren): ca. 40–50 % aller vollendeten Einbrüche
  • Terrassentüren und Balkontüren: ca. 20–30 %
  • Haustür und Wohnungstür: ca. 15–25 %
  • Sonstige (Keller, Dachfenster, Nebengebäude): ca. 5–10 %
  • Diese Zahlen erklären, warum die Polizeiliche Kriminalprävention so stark auf die Sicherung von Fenstern setzt.

    Versuchte Einbrüche: Ein unterschätzter Datenpunkt

    Neben vollendeten Einbrüchen erfasst die PKS auch versuchte Einbrüche. Der Anteil versuchter, also gescheiterter Einbrüche ist in den letzten Jahren auf über 40–45 % gestiegen. Das bedeutet: Fast jeder zweite Einbruchsversuch scheitert.

    Das BKA und die Polizeiliche Kriminalprävention führen diesen Anstieg der Scheitererquote explizit auf die verstärkte Verbreitung einbruchhemmender Fenster und Türen zurück. RC2-Fenster wirken nachweislich: Sie veranlassen Einbrecher, ihren Versuch abzubrechen.

    Was bedeutet das für die Sicherheitsstrategie?

    Aus der Einbruchstatistik lassen sich klare Handlungsempfehlungen ableiten:

    RC2-Standard ist nachweislich wirksam

    Der Rückgang der Einbruchszahlen korreliert zeitlich mit dem verstärkten Einbau von RC2-Fenstern. Das ist kein Zufall. Mechanischer Einbruchschutz funktioniert.

    Priorität auf Fenster und Terrassentüren

    Wer begrenzte Mittel für Sicherheitsmaßnahmen hat, sollte sie bevorzugt in Fenster und Terrassentüren investieren – dort, wo das statistische Risiko am höchsten ist.

    Hochrisikofenster sofort handeln

    Erdgeschoss-Fenster ohne Einbruchschutz in stadtnahen Lagen sind das höchste Risikoelement. Wer in einer Hochburgenregion wohnt, sollte dort sofort handeln.

    Ergänzende Maßnahmen sinnvoll

    Neben RC2-Fenstern ergänzen Bewegungsmelder-Beleuchtung, Glasbruchmelder und die Nachbarschaftshilfe (Augen auf in der Nachbarschaft) den mechanischen Schutz wirkungsvoll.

    Fazit

    Die Einbruchstatistik sendet eine klare Botschaft: Die Zahl der Einbrüche sinkt, weil immer mehr Gebäude besser gesichert sind. Wer jetzt in RC2-Fenster investiert, profitiert von nachweislich wirksamen Schutzmaßnahmen – und von der KfW-Förderung, die diesen Schritt erleichtert.

    Häufige Fragen

    Wie sicher ist Einbruchstatistik Deutschland: Was Zahlen gegen Einbruch?

    Wer Entscheidungen über Einbruchschutz treffen möchte, braucht eine realistische Einschätzung des Risikos.

    Welche Widerstandsklasse hat Einbruchstatistik Deutschland: Was Zahlen?

    Dieser Rückgang ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Verstärkte Polizeipräsenz und verbesserte Ermittlungsmethoden Erhöhte gesellschaftliche Aufmerksamkeit durch Medien und Kampagnen (z.B.

    Was kostet die Nachrüstung mit Einbruchstatistik Deutschland: Was Zahlen?

    Wer Entscheidungen über Einbruchschutz treffen möchte, braucht eine realistische Einschätzung des Risikos.

    Schützt Einbruchstatistik Deutschland: Was Zahlen auch im Erdgeschoss zuverlässig?

    Die Einbruchstatistik zeigt konsistent, dass Fenster und Fenstertüren die häufigsten Einstiegswege sind: Fenster (ohne Terrassentüren): ca. **40–50 %** aller vollendeten Einbrüche Terrassentüren und Balkontüren: ca.

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