Vakuumverglasung: Ug = 0,4 bei nur 8 mm Dicke
Vakuumverglasung erreicht Ug-Werte um 0,4 W/m²K bei nur 8 mm Gesamtdicke – ideal für Denkmalschutz und Altbausanierung, wo Platz fehlt. Technologie, Kosten und Zukunftsperspektive.
Vakuumverglasung: Ug = 0,4 bei nur 8 mm Dicke
Moderne Fenster sind gut gedämmt – aber oft auch schwer und dick. Dreifachverglasungen messen in der Regel 36 bis 44 mm in der Gesamtdicke, Vierfachverglasungen noch mehr. In vielen Altbauten und denkmalgeschützten Gebäuden ist dieser Platzbedarf ein echtes Problem: Schlanke historische Fensterrahmen vertragen keine dicken Gläser. Genau hier bietet Vakuumverglasung eine einzigartige Lösung.
Das Funktionsprinzip: Kein Gas, keine Konvektion
Konventionelle Mehrfachverglasungen dämmen in erster Linie durch das Füllgas (Argon oder Krypton) im Scheibenzwischenraum. Das Gas ist ein schlechter Wärmeleiter und verhindert Konvektion. Je dicker der Scheibenzwischenraum und je besser das Gas, desto besser die Dämmwirkung – aber auch desto dicker das Glaspaket.
Vakuumverglasung verfolgt einen anderen Ansatz: Zwischen zwei Glasscheiben wird ein nahezu vollständiges Vakuum erzeugt. Da ein Vakuum keine Materie enthält, ist weder Wärmeleitung noch Konvektion möglich. Der Wärmetransport durch den Scheibenzwischenraum wird auf nahezu null reduziert.
Um zu verhindern, dass die beiden Glasscheiben durch den atmosphärischen Außendruck (ca. 1 bar) zusammengedrückt werden, werden mikroskopisch kleine Abstandshalter – sogenannte Mikropillar – zwischen den Scheiben platziert. Diese Pillar haben einen Durchmesser von nur 0,3 bis 0,5 mm und sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
Technische Kennwerte
Vakuumverglasungen erreichen je nach Hersteller und Aufbau:
Die dünne Bauform ist der entscheidende Vorteil: Ein Vakuumglas von 8 mm Dicke liefert Dämmwerte, für die eine konventionelle Verglasung 36 mm benötigen würde.
Hersteller und Marktlage
Die bekanntesten Hersteller im Bereich Vakuumverglasung sind:
Die Technologie ist noch nicht so weit verbreitet wie konventionelle Mehrfachverglasung, aber die Verfügbarkeit verbessert sich.
Anwendungsfall Denkmalschutz
Der klassische Einsatzfall für Vakuumverglasung ist der Denkmalschutz. Historische Gebäude – Gründerzeithäuser, Altbauwohnungen, Fachwerkhäuser, Kirchen – haben oft sehr schlanke Fensterrahmen, die nur für dünnes Einfachglas konzipiert wurden. Eine Modernisierung auf konventionelle Dreifachverglasung ist in diesen Fällen oft nicht möglich, weil:
Mit Vakuumverglasung lässt sich dünnes Einfachglas durch ein technisch überlegenes Glas ähnlicher Dicke ersetzen – ohne dass der historische Fensterrahmen erneuert werden muss. Der Ug-Wert verbessert sich von typischerweise 5,0 auf 0,4 bis 0,7 W/m²K – eine dramatische Verbesserung ohne sichtbaren Eingriff in die Bausubstanz.
Anwendungsfall Altbau ohne Platz
Nicht nur im Denkmalschutz, auch in normalen Altbauten gibt es Situationen, in denen Bauraum fehlt:
Vakuumverglasung bietet hier Freiheitsgrade, die konventionelle Produkte nicht haben.
Kosten: Hoch, aber sinkend
Aktuell ist Vakuumverglasung deutlich teurer als konventionelle Dreifachverglasung. Je nach Hersteller und Glasgröße kostet Vakuumglas etwa das Zwei- bis Dreifache einer vergleichbaren Dreifachverglasung. Für ein einzelnes Austauschglas in einem historischen Fenster sind 200 bis 600 Euro pro Scheibe realistisch – zuzüglich Einbaukosten.
Allerdings sinken die Kosten mit zunehmender Produktionsreife und Marktdurchdringung kontinuierlich. Branchen-Experten erwarten, dass Vakuumverglasung in den nächsten 5 bis 10 Jahren deutlich günstiger wird, wenn die Produktionsvolumina steigen.
Zukunftsperspektive
Vakuumverglasung ist keine Nischentechnologie mehr, sondern ein ernstzunehmender Teil des Markts für hocheffiziente Verglasungen. In Japan ist sie seit Jahren etabliert; in Europa wächst der Markt. Für Anwendungen, bei denen Platz, Gewicht oder Denkmalschutzauflagen konventionelle Lösungen ausschließen, ist Vakuumverglasung heute bereits die beste verfügbare Technologie.
Häufige Fragen
Wie verbessert Vakuumverglasung: Ug = 0,4 die Energieeffizienz meines Hauses?
Das Gas ist ein schlechter Wärmeleiter und verhindert Konvektion. Da ein Vakuum keine Materie enthält, ist weder Wärmeleitung noch Konvektion möglich.
Welchen U-Wert sollte ich bei Vakuumverglasung: Ug = 0,4 anstreben?
Vakuumverglasungen erreichen je nach Hersteller und Aufbau: Gesamtdicke: 6 bis 12 mm (gegenüber 28 bis 44 mm bei Dreifachverglasung) Ug-Wert: 0,3 bis 0,7 W/m²K je nach Aufbau und Randverschluss Lichttransmission: ähnlich wie Zweifachverglasung, ca.
Wie viel Energie kann ich durch Vakuumverglasung: Ug = 0,4 sparen?
Der Wärmetransport durch den Scheibenzwischenraum wird auf nahezu null reduziert. 0,35 bis 0,55 Die dünne Bauform ist der entscheidende Vorteil: Ein Vakuumglas von 8 mm Dicke liefert Dämmwerte, für die eine konventionelle Verglasung 36 mm benötigen würde.
Welche Anforderungen stellt das GEG an Vakuumverglasung: Ug = 0,4?
Vakuumverglasungen erreichen je nach Hersteller und Aufbau: Gesamtdicke: 6 bis 12 mm (gegenüber 28 bis 44 mm bei Dreifachverglasung) Ug-Wert: 0,3 bis 0,7 W/m²K je nach Aufbau und Randverschluss Lichttransmission: ähnlich wie Zweifachverglasung, ca.
Passenden Fachbetrieb finden
Fensto vermittelt Ihnen kostenlos qualifizierte Fachbetriebe für Ihr Fensterprojekt – egal ob Fenstertausch, Dachfenster oder Sicherheitsfenster.
Jetzt kostenlos anfragen →